Friedrichstraße muss Chefsache werden

++Senat muss in breiter Beteiligung Zukunftskonzept erarbeiten

Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion BerlinOliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin

Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:
 
„Es wird nicht besser, wenn Frau Jarasch einen Fehler in der Friedrichstraße mit einem Doppelfehler (Friedrichstraße und Charlottenstraße) korrigieren will. Notwendig ist ein Gesamtkonzept ohne Ausgrenzungen für den ganzen Einzugsbereich in der Berliner Mitte.
 
Wir warnen davor, die Friedrichstraße weiter kaputt zu planen. Berlins einstige Vorzeige-Einkaufsmeile muss nach Kundenrückgängen und Ladenschließungen in den letzten Monaten durch eine gescheiterte Fußgängerzone dringend neu belebt werden. Dies aber wird nicht durch den Alleingang von Grünen-Senatorin gelingen. Erst recht nicht, indem diese weiter ihre Planungen unter Ausschluss von Autofahrern und nun auch Radfahrern vorantreibt. Die Zukunft der Friedrichstraße muss daher Chefsache werden im Senat. Wirtschaftssenator Schwarz und die Regierende Bürgermeisterin dürfen dem Niedergang nicht länger tatenlos zusehen. Sie müssen gemeinsam mit Betroffenen ein überzeugendes Zukunftskonzept erarbeiten.
 
Es muss endlich Schluss damit sein, dass mit immer neuen Plänen über die Köpfe von Anrainern entschieden wird, das gilt weit über die Friedrichstraße hinaus. Deren Vorstellungen und Wünsche müssen zuvor abgefragt und berücksichtigt werden. Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Anliegerverein wäre sinnvoll und notwendig. Auch Betroffene in den Seitenstraßen sind miteinzubeziehen. Ausgrenzungen von Anliegern und einzelnen Verkehrsarten unterstützen wir nicht. Der laufende Modellversuch aber muss schnellstmöglich beendet werden, ehe die Kundenzahlen noch weiter zurückgehen und immer mehr Läden für immer schließen.“